In Burundi hat sich die politische Macht zunehmend in den Händen des Präsidenten und der Regierungspartei CNDD-FDD konzentriert. Die politische Partizipation ist durch systematische Repressionen gegen Oppositionsakteure, Medienschaffende sowie Vertreter der Zivilgesellschaft stark eingeschränkt. Schwere Menschenrechtsverletzungen wie Einschüchterungen, illegale Inhaftierungen und Tötungen werden weitgehend straflos vom Nationalen Nachrichtendienst sowie von regierungsnahen Gruppen begangen. Demokratische Institutionen bestehen fort, wirksame Kontrollmechanismen gegenüber der Exekutive fehlen jedoch weitgehend.

Wirtschaftlich verzeichnete Burundi im Jahr 2023 ein moderates Wachstum, was auf eine begrenzte Erholung hindeutet. Gleichzeitig untergraben eine hohe Inflation und eine hohe externe Verschuldung weiterhin die sozioökonomische Entwicklung. Der Staat übt eine starke Kontrolle über zentrale Wirtschaftssektoren und staatseigene Unternehmen aus, was Wettbewerb und Marktdynamik einschränkt. Externe Schocks haben die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zusätzlich belastet.

Im Bereich Governance haben sich die Beziehungen zu internationalen Gebern nach der Aufhebung von Sanktionen verbessert. Die Entwicklungszusammenarbeit wurde ausgeweitet, zugleich hat die wachsende Abhängigkeit von externer Hilfe die fiskalische Vulnerabilität erhöht. Die Sicherheitslage bleibt volatil, insbesondere in Grenzregionen zur Demokratischen Republik Kongo.

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